Familie beim Essen

Tischmanieren lernen – 7 goldene Regeln für Groß und Klein

Papa steht schon zum dritten Mal auf, um etwas aus der Küche zu holen. Der Große tippt auf seinem Smartphone herum, die Kleine verteilt ihre Soße quer über den Tisch. Und Mama kommt nicht zum Essen, weil sie damit beschäftigt ist, das Chaos einzudämmen. Kommt Ihnen bekannt vor? Mit den folgenden Benimmregeln können Ihre Kinder spielerisch Tischmanieren lernen – und Sie sorgen mit einem Augenzwinkern für Benehmen am Tisch! Freuen Sie sich außerdem auf witzige Youtube-Videos, die dem Thema Tischmanieren mit der nötigen Portion Humor begegnen.

Die wichtigsten Regeln

1. Vorbild sein – Tischmanieren vorleben

Entscheiden Sie als erstes, welche Tischmanieren Ihnen wichtig sind – und halten Sie sich selbst daran. Denn Kinder schauen sich alles von ihren Eltern und größeren Geschwistern ab. Und weil auch Sie nicht unfehlbar sind, machen Sie ein Spielchen daraus: Bricht ein älteres Familienmitglied eine Benimmregel, muss es z. B. den Abwasch übernehmen oder
1 € ins Familiensparschwein stecken. Von dem Geld gönnen Sie sich später einen Familienausflug oder einen Restaurantbesuch!



2. Los geht’s: die Basics der Tischmanieren lernen

Wenn Ihr Kind ein Jahr alt ist, können Sie beginnen, ihm einfache Benimmregeln zu erklären. Von Anfang an ist Konsequenz das A und O: Wenn Sie möchten, dass bestimmte Tischmanieren eingehalten werden, sollten Sie diese wirklich bei jedem Essen umsetzen und einfordern. Bis zum 4. Geburtstag kann Ihr Sprössling nach und nach weitere Tischmanieren lernen.



3. Mit Essen spielt man nicht

Eine der wichtigsten Tischsitten ist bekanntlich, dass mit dem Essen nicht gespielt wird. Es wandert ohne Umwege vom Teller in den Mund – am besten bereits ab zweieinhalb Jahren mit der (Kinder-)Gabel. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Essen wertvoll ist und man es nicht durch Herumspielen verschwenden sollte.






4. Essenszeit ist Spielzeug-freie Zeit

Zum guten Benehmen am Tisch gehört auch, dass die Familie sich gegenseitig Aufmerksamkeit schenkt. Spielsachen, Handys & Co. haben während des Essens Pause und verbringen diese am besten im Kinderzimmer. Ihren Kleinen können Sie z. B. sagen, dass die Spielsachen sich jetzt dringend mal ausruhen möchten und das Spielen nach dem Essen umso mehr Spaß macht. Das gilt übrigens auch für Sie: Das Smartphone ist bei Tisch tabu!



5. Schmatzen & Co. – No-Go

Bei Babys ist ein Bäuerchen nach dem Füttern oder genüssliches Schmatzen ja noch ganz süß. Kinder über zwei Jahre können sich das beim Essen schon verkneifen. Allerdings finden die Kids solche Geräusche oft besonders lustig und machen sich einen Spaß daraus, laut zu rülpsen. Hier hilft nur: ernst bleiben, nicht lachen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass andere solche Geräusche eklig finden, aber schenken Sie ihm in solchen Situationen nicht zu viel Beachtung – dann wird das Ganze von selbst schnell wieder uninteressant.



6. Jeder isst Seins

Teilen ist eine schöne Idee, aber nur, wenn alle einverstanden sind. Herumstochern mit der Gabel auf fremden Tellern gehört nicht gerade zum guten Benehmen am Tisch. Wenn Ihr Kind ein kleiner „Räuber“ ist, drehen Sie den Spieß einfach mal um und stibitzen Sie von seinem Teller. Wetten, dass Ihrem Kind das gar nicht schmecken wird? Da hilft nur: Tischmanieren lernen und nicht ohne zu fragen bei anderen naschen.





7. Essenszeit ist keine Tobezeit

Bewegung ist wichtig für Kinder, aber nicht während des Essens. Mucksmäuschenstill soll es sicher nicht zugehen, aber unnötiges Herumzappeln oder häufiges Aufstehen muss nicht sein. Wenn’s bei Ihnen am Tisch oft laut ist, belohnen Sie leises Reden und ruhiges Sitzen, z. B. mit einer Extraportion Nachtisch – dies sollte aber nicht zur Regel werden.

Hier können Sie sich die Benimmregeln herunterladen.

Spaghetti schmecken…

Und mit unseren hilfreichen Benimmregeln ist so eine Spaghetti-Schlacht Geschichte.
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