Reisetagebuch Elfenbeinküste - Tag 1

Beim  Mittagessen mit afrikanischen Spezialitäten treffen wir Mitarbeiter von unseren Partnerorganisationen World Cocoa Foundation, UTZ Certified, International Cocoa Initiative und Stiftung des Internationalen Roten Kreuzes.

Nach einem herzlichen Empfang in Abidjan beginnt der erste Tag mit einer Vorstellung von Nestlé in Elfenbeinküste. Der westafrikanische Staat war früher Wachstumsmotor der Region, bis der Bürgerkrieg 2011 das Land lähmte. Die neue Regierung, die seit 2011 im Amt ist, möchte die Landwirtschaft wieder in Schwung bringen und nimmt sich auch ernsthaft des schwierigen Themas Kinderarbeit an. Das ist eine gute Voraussetzung für unsere Projekte. Die Begeisterung der ivorischen Kollegen für den Cocoa Plan und den Nescafé Plan ist groß und ermutigt uns. Wir freuen uns, dass die Kollegen uns auf der weiteren Reise begleiten werden.

In Elfenbeinküste leben 15 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Kakao macht 70% der Exporte aus. Nestlé vor Ort fokussiert aber nicht nur auf Kakao. Knapp 1000 Mitarbeiter produzieren hier hauptsächlich Nescafé und Maggi Brühwürfel, die in der afrikanischen Küche kaum wegzudenken sind.

Wir sind aber in erster Linie wegen der Landwirtschaft hier: Nestlé unterstützt im großen Maßstab Kakao- und Kaffeebauern in Elfenbeinküste. Zum Teil für die lokale Produktion (Nescafé) aber auch für unser Chocoladenwerk in Hamburg. Bei beiden Programmen spielt unser Forschungszentrum in Abidjan eine zentrale Rolle: hier werden die Pflanzensetzlinge aufgezogen, die Nestlé kostenlos an die Bauern abgibt. Für die Aufzucht ist viel Kleinarbeit und Geduld nötig, die sich aber am Ende auszahlt: Mit diesen Pflanzen können die Bauern pro Hektar 5mal mehr Kakao ernten.

Beim Mittagessen mit afrikanischen Spezialitäten treffen wir Mitarbeiter von unseren Partnerorganisationen World Cocoa Foundation, UTZ Certified, International Cocoa Initiative und Stiftung des Internationalen Roten Kreuzes. Sie werden uns ebenfalls auf der weiteren Reise begleiten.

Nach mehreren Präsentationen und anregenden Gesprächen geht’s im Konvoi auf die Piste nach Gagnoa. Die Fahrt bei strömendem Regen ist abenteuerlich, aber nach 4 Stunden Schlagloch-Slalom erreichen wir Gagnoa. Morgen geht’s zu den Kakaobauern, wir sind schon gespannt.

Ein Beitrag von: Lisa Giesbrecht (11.02.2014)