Eiskalte Verführung: Der Alltag eines Produktentwicklers

Wie entstehen eigentlich neue Eissorten der MÖVENPICK EisCreation Reihe? Wir haben mit Mark Scheller, einem der Produktentwickler von MÖVENPICK und SCHÖLLER, gesprochen.

Produktentwickler! Das ist ja wie Erfinder – ein Kindheitstraum! Wie wird man das denn?

Eine klassische Ausbildung zum Eisentwickler gibt es nicht. Ich persönlich bin gelernter Koch und habe zusätzlich eine zweijährige Ausbildung in Lebensmittelverarbeitungstechnik absolviert. Mittlerweile arbeite ich seit mehr als zehn Jahren in der Entwicklung bei MÖVENPICK und entwerfe pro Jahr ungefähr 40 Sorten. Mit acht Jahren habe ich einen Marktforschungstest bei SCHÖLLER mitgemacht. Das fand ich klasse. Als ich Jahre später das Jobangebot als Eisentwickler bei SCHÖLLER gelesen habe, war für mich klar: da willst du hin.

Wie kann ich mir Ihren Alltag vorstellen?

Mein Job ist es, Eiskreationen zu erfinden. Das mache ich gemeinsam mit Kollegen aus Marketing und Marktforschung, aber auch in Workshops mit anderen Köchen. Für die neuen Ideen entwickle ich Rezepturen und mache im Kochtopf und mit einer kleinen Eismaschine erste Proben. Die verkosten wir gemeinsam und ich optimiere sie bei Bedarf. Später bin ich bei den Testläufen in der Produktion und bei der Erstproduktion dabei. Das Eis muss ja so schmecken wie meine kleinen Muster. Zu meinem Alltag gehören aber auch Rezeptkalkulationen und Simulationen inklusive Kostenrechnung. Außerdem spreche ich mit unseren Lieferanten über neue, interessante Rohstoffe.

Probieren Sie Ihre Kreationen auch alle selbst?

Ich probiere alle meine Eissorten und auch die von Kollegen selbst. Nur was für mich sehr gut ist, kann ich auch guten Gewissens weiter geben.

Ist das Ganze wie im Chemieunterricht?

Ein klares Nein. Ich arbeite ohne künstliche Aromen und Farben. Mark Scheller auf dem Weg zu einer neuen KreationWenn ich Eis entwickle, will ich, dass der Geschmack aus den Zutaten wie Früchten, Schokolade, Nüssen oder Fruchtsaucen kommt.

Welche Ihrer Kreationen konnte sich nicht durchsetzen?

Ein Walderdbeereis mit hohem Fruchtanteil. Leider gibt es Walderdbeeren nicht in ausreichender Menge und Qualität, um größere Mengen herzustellen. Es gibt wenige Zutaten, die ich noch nicht ausprobiert habe. Aktuell arbeite ich an sehr spannenden Rezepten – mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Lassen Sie sich überraschen!

Was ist Ihre persönliche Lieblingskombination?

Pur MÖVENPICK Maple Walnuts. Wenn ich Gäste habe wälze ich eine Kugel Bourbon-Vanille-Eis in gehackten, gerösteten Nüssen oder eine Kugel MÖVENPICK Gourmet Cashew Sauerrahm in gewürfelten Paprika, Gurken und Tomaten – einfach genial.

Wo finden Sie Ihre Inspiration?

Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Ideen und Anregungen. Dabei sind regelmäßige Brainstormings mit Kollegen und Workshops mit kreativen Köchen sehr wichtig. Auch im privaten Umfeld beim Kochen, einem Essen mit Freunden oder einem Spaziergang über den Wochenmarkt kommen mir oft neue Ideen. Man sollte einfach seine Sinne einsetzen, denn man weiß ja nie – vielleicht gibt gerade der nächste Eindruck den Impuls für eine bahnbrechende Idee.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Scheller.

Ein Beitrag von: Katja Reuthal (06.12.2011)