Besuch des Nestle-Verbraucherbeirats bei Wagner Pizza

Unglaubliche 825 Millionen Tiefkühlpizzen landeten 2015 auf deutschen Tellern, das sind etwa zehn pro Einwohner. Ein Großteil davon stammte von Nestlé Wagner aus dem saarländischen Nonnweiler. Ein guter Grund für den Nestlé Verbraucherbeirat (NVB), sich das Werk einmal näher anzusehen:

Nach einer informativen und auch recht anstrengenden Sitzung am ersten Sitzungstag in Saarbrücken, besuchten wir am nächsten Morgen das Nestlé-Werk Nonnweiler-Otzenhausen, in dem ein großer Teil der Wagner Produkte hergestellt wird.

Das Pizzawerk gehört seit 2013 vollständig zum Nestlé-Konzern, nachdem seit 2005 schon eine enge Zusammenarbeit gestartet war. Thomas Göbel, der Geschäftsführer bei Nestlé Wagner, und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen den ganzen Tag über für Fragen und Diskussionen mit dem NVB zur Verfügung.

Ernst Wagner, der Firmengründer und Erfinder der Tiefkühl-Steinofenpizza, hatte die Firma aus kleinsten Anfängen im Dorf Braunshausen zu einem europaweit präsenten Konzern geführt. Seine Familie war bis 2013 in der Firma tätig. Der Bäckermeister Ernst Wagner war ein echter Pionier, er lernte die Pizza in Italien kennen und buk die ersten Steinofenpizzen in selbst gebauten Öfen im Saal seines Gasthofs. 1979 begann er mit der Pizzaherstellung in größerem Stil in Braunshausen und 1984 wurde der zweite Standort im Nachbardorf Otzenhausen eröffnet. Längst wird nicht nur Steinofenpizza gebacken: Original Piccolinis, Rustipani, Bio-Pizza, Die Backfrische, Original Balance laktosefrei, BIG Pizza und anderen Sorten zählen mittlerweile zum großen Sortiment. Neu im Sortiment ist die Glutenfreie Pizza.

Der Geist des Gründers ist bis heute noch deutlich im ganzen Werk zu spüren. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit 30 oder 40 Jahren bei Wagner beschäftigt. Man legt großen Wert auf Teamarbeit und jede/r fühlt sich für die Qualität der Produkte verantwortlich. Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Werkshallen lernte der NVB die einzelnen Arbeitsschritte von der Teigherstellung bis zur Verpackung kennen. Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, holen große Kühlcontainer-LKWs die frische Ware ab und transportieren sie zu den Händlern oder zu den Häfen, über die die Pizza nach ganz Europa und bis nach Kanada geliefert wird.

In der anschließenden Sitzung beschäftigte sich der NVB noch einmal wie schon in einer früheren Sitzung mit dem Verpackungsdesign von Wagner Pizza. Die Ideen aus der vorherigen Sitzung wurden in einer Marktforschung überprüft, die voll und ganz die Einschätzungen des NVB bestätigte. Das freut natürlich die Mitglieder und zeigt, dass der NVB ein Abbild der Gesellschaft ist und tatsächlich die Verbraucher repräsentiert.

Selbstverständlich durften auch in der Werkskantine die verschiedenen Produkte probiert werden. Besonders überrascht waren viele Mitglieder von der großen Pizza-Auswahl für jeden Geschmack, egal ob mit Thunfisch, Salami, Pilzen, vegetarisch oder glutenfrei. Auch werden für die Herstellung echter Käse und echte Edelsalami verwendet – und das schmeckt man!

Kurz vorgestellt:

Mathildis Schmitz ist seit 2013 Mitglied des 25-köpfigen Nestlé Verbraucherbeirats und unterstützt die Nestlé Qualitätsinitiative als Rat- und Impulsgeberin.