Qualität. Mit Sicherheit!

Thomas Weber und Norbert Reinwald nehmen die Qualität in den Blick

Vom Rohkaffee bis in die Tasse ist es ein ziemlich langer Weg. Wie stellt man sicher, dass die Qualität dabei nicht irgendwo auf der Strecke bleibt? Thomas Weber und Norbert Reinwald geben Einblicke in die Qualitätssicherung im NESCAFÉ Werk in Mainz.

Thomas, kaufen Sie Ihren Kaffee eigentlich selbst ein?

Thomas: Nein, das wäre gar nicht möglich. NESCAFÉ ist ja die größte Kaffeemarke der Welt und produziert in vielen Ländern. Nicht nur hier in Mainz. Wir benötigen große Mengen und müssen überall die gleiche Qualität bieten. Der Rohkaffee wird deshalb gebündelt eingekauft – für alle Länder, in denen es NESCAFÉ gibt.

Wo kommt der Kaffee für NESCAFÉ denn her?

Thomas: Wir beziehen Kaffee aus Zentralamerika, Südamerika, Afrika, Asien. Kurz, von fast überall, wo Kaffee angebaut wird. Die Herkunft der Kaffeerohware, also der Bohnen, unterliegt dabei „fließenden Änderungen“, wie wir sagen. Denn jede Ernte fällt anders aus – sowohl was die Qualität als auch was die Mengen betrifft. Auch die Liefersituation kann sich ändern. Wir beziehen Kaffee von über 1 Million Kaffeebauern in 45 Ländern. Die sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten und der Anbauregionen ist bei der Qualitätssicherung natürlich ein ganz wichtiges Thema. Bevor der Rohkaffee aufs Schiff kommt, wird er noch im Anbauland geprüft. Dafür gibt es eigene Qualitätskontrollzentren von Nestlé in den Erzeugerländern.

Norbert, sie kümmern sich in Mainz um die Qualitätssicherung. Was tun Sie da genau?

Norbert: Sobald der Kaffee bei uns eintrifft, machen wir eine umfassende Eingangskontrolle. Wir schauen, ob die Lieferpapiere in Ordnung sind, ob auf dem Transport nichts passiert ist. Stimmt das Aussehen, der Geruch? Ganz wichtig ist die sensorische Prüfung. Da geht es um den Geschmack. Wir nehmen eine Probe von jeder Lieferung und rösten den Kaffee. Danach wird der Kaffee von unseren Sensorik-Spezialisten verkostet. Wenn alles stimmt, wird der Rohkaffee weiterverarbeitet. Damit ist mein Job aber noch längst nicht erledigt. Die Qualitätskontrollen laufen natürlich weiter.

Worauf müssen Sie in der Produktion achten?

Norbert: Die Qualität des Rohkaffees ist ja nur der Anfang. Danach kommt die Herstellung: das Rösten, Mahlen ... das Extrahieren. Dabei werden die natürlichen Geschmacksstoffe mit heißem Wasser aus dem Kaffee herausgelöst und anschließend „aufkonzentriert“ – das heißt, ihm wird Wasser entzogen. Schließlich folgen noch das Trocknen und Abfüllen. Jeder einzelne Schritt wird genau überwacht. Wir haben besonders schonende Verfahren entwickelt, denn Kaffee ist ein sehr empfindliches Produkt. Gleichzeitig nehmen wir regelmäßige Verkostungen vor. Dies gewährleistet, dass die Qualität stimmt und NESCAFÉ immer gleich schmeckt. Bevor der NESCAFÉ schließlich unser Werk verlässt, muss er noch durch eine Abschlusskontrolle. Die Qualitätsanforderungen sind hoch und jeder NESCAFÉ hat zahlreiche Prüfungen hinter sich, bevor Sie ihn genießen.

Kurz vorgestellt: 

Thomas Weber und Norbert Reinwald arbeiten beide im NESCAFÉ Werk in Mainz. Thomas koordiniert dort den Einkauf für die Rohkaffees. Norbert ist Leiter der Qualitätssicherung und wacht über die Qualität des NESCAFÉs – vom Eintreffen des Rohkaffees bis zum Verlassen des Werkes.